EASY Energydienste hat für zwei WEG-Gebäude im Anschluss an eine E-Mobilitäts-Beratung auch die Umsetzung begleitet. Dies betraf die Vorbereitung des geeigneten nachhaltigen WEG-Beschlusses, das Fördermittel-Management, sowie Zuarbeit für den beauftragten Elektroplaner (Georg Klingler).
Highlights:
– 20 von 24 Stellplätzen mit Ladebox, 4 Vorrüstungen
– keine Strom-Abrechnungen erforderlich
– keine Lizenz oder externe Software/Cloud erforderlich
– keine Freischaltungen erforderlich (plug&charge) und dennoch Absperrung möglich
– keine Pflichten für WEG und Verwaltung bei Wallbox-Nachrüstungen
– Dienstwagen-Abrechnungen optional möglich
gemeinsame TG der beiden Gebäude:

weitere Daten zu Ladetechnik und Gebäude:
- Anzahl Wohneinheiten: 15 WE (Hauptgebäude) + 9 WE (Gartenhaus)
- Hausanschluss: Mehrfach-HA mit zusammen max. 3x 160A (~100kW)
- Stromversorgung der Ladeboxen: über Wohnungszähler
- Hersteller von Lastmanagement und Ladeboxen: Loxone
- Anzahl Eigentümer mit je zwei LP: 2
- Anzahl LP mit separatem Verbrauchszähler: 1
- Länge der installierten Kabelrinnen: ca. 73 m
- Inbetriebnahme der Ladetechnik: April 2024
- Baujahr der Gebäude: 2013
Fotos





Kosten abzgl. Fördermittel der LH München (FkA):
Beratung und Vorplanung incl. WEG-Beschluss: 9.000,-€ abzgl. 6.000,-€ Förderung = 3.000,-€ brutto
Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung: 12.000,-€ abzgl. 4.000,-€ Förderung = 8.000,-€ brutto
Infrastruktur (Leitungen u. Lastmanagement): 52.200,- abzgl. 17.500,-€ Förderung = 34.700,-€ brutto
20 Ladeboxen, incl. Installation und Inbetriebnahme: je 1.080,-€ abzgl. 363,-€ = je 717,-€ brutto
Gesamtkosten je Stellplatz: 1.900,-€ ohne Ladebox, 2.620,-€ mit Ladebox
Kosten je Ladepunkt ohne Förderung: ca. 3.900,-€

Das Beispiel finde ich richtig spannend, weil es mal nicht nur Theorie ist, sondern mit echten Zahlen kommt: 20 von 24 Stellplätzen mit Ladebox, 4 Vorrüstungen und trotzdem keine separate Stromabrechnung nötig. Gerade dieser Punkt über die Versorgung über die Wohnungszähler ist für mich der interessanteste, weil Abrechnung in WEGs sonst sofort zum Streitthema wird. Ich habe hier außerdem gelesen, dass Wallboxen im Mehrfamilienhaus oft genau dann besser funktionieren, wenn man Erweiterbarkeit, Zuständigkeiten und Abrechnung von Anfang an zusammen denkt: https://www.elsa-service.de/wallboxen-fuer-mehrfamilienhaeuser/
Interessehalber, war die Lösung über Wohnungszähler bei euch von Anfang an klar, oder gab es auch Überlegungen Richtung zentrale Versorgung mit separater Abrechnung?
Nein, zentrale Versorgung war kein Thema und zwar wg. der laufenden Kosten. Ausgenommen evtl. die Ladeboxen, die ca. 1/4 der Installationskosten ausmachen, sollte der Anspruch an die Ladetechnik der gleiche sein, wie an sonstige E-Technik im Gebäude, nämlich mindestens 50 Jahre zu funktionieren. Mit mind. 10€ pro Monat für die Abrechnung addieren sich über diese Zeit 6.000€. Zentrale Versorgung führt also langfristig mindestens zu 2.5-fachen Kosten!